Verzweifelter Motor-Blogger (31) greift zur Flasche…

…danke für die Aufmerksamkeit.

Fear and Loathing in Hannover

Ich bin oft am Kiosk oder auch an der „Trinkhalle“, wie es in meiner  niedersächsischen, urbanen Wahlheimat an der Leine heisst. Trifft es sowieso viel besser als das aussagelose „Kiosk“, denn das mehrheitlich zugrunde liegende Bedürfnis für den Besuch dieses Etablissements wird so viel deutlicher, ehrlicher und right in your face beschrieben. Und Gründe für dieses Bedürfnis gibt es im Leben eines struggelnden Möchtegern-Auto-Blogger genug:

Nein, mit dem gut bezahlten, IG-Metall-umsorgten, Werksleasing-gekrönten Sozialprestige-Job in der heimischen Autoindustrie wird es trotz aller Versuche wohl nix mehr. Von Presseverteilern, Einladungen auf fancy Fahrpräsentationen und einem das Leben beträchtlich vereinfachenden Presseausweis bin ich aktuell auch noch ähnlich weit entfernt wie automobiler Individualismus von Wolfsburg. Unmittelbar damit zusammenhängend, kommt schleichend die wachsende Erkenntnis, dass es um das praktische Ausleben meines automobilen Nerdtums in Form eines mit Bedacht ausgewählten und ständig wechselnden Fuhrparks zukünftig wohl eher medioker bestellt sein wird: Es bleibt wohl bei Vespa statt Vette und bei alter R1 statt altem R5 Turbo.

Kurz gesagt: Es muss intensiv und oft runtergespült werden. Wenn ich meine niedere Motivation für den Trinkhallen-Aufenthalt nicht sofort preisgeben will, blättere ich noch ein bisschen im vorhanden, oft recht umfangreichen Angebot des deutschen Motorjournalismus rum, bevor es zum Kühlregal geht. Kürzlich wurde meine Aufmerksamkeit jedoch etwas länger als sonst vom flüssigen Schmerzdämpfer ferngehalten.

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